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Tattoos und ihre Nebenwirkungen

Ja Tattoos haben schon längst kein Knasti Image mehr und trotzdem verleihen sie einem immer noch eine ganz eigene Kategorie. Denn tätowiert zu sein, bedeutet nicht nur Tinte unter der Haut zu tragen, sondern für die meisten auch der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit in Form von Körperkunst. Genau wie bei Piercings, nur dass die leichter wieder verschwinden können. Tattoos dagegen bleiben. Ein Leben lang. Oder so lange bis man sich entweder dazu entscheidet sie mit einem anderen (größeren) Tattoo zu überdecken oder mit noch mehr Schmerzen wieder entfernen zu lassen. Aber was bedeutet tätowiert zu sein eigentlich genau?

Tätowiert zu sein bedeutet für einen selbst im Grunde genommen eigentlich genau das. Denn sobald man sich an neue Tattoos gewöhnt hat, werden sie einfach zu einem Teil von einem. Sie gehören wie selbstverständlich zum Spiegelbild dazu und vielleicht besteht gerade deshalb ein gewisses Suchtpotenzial, die gewisse Gier nach immer neuen Tattoos, nach neuem Nervenkitzel, nach weiterer Veränderung. Man sagt, wer einmal anfängt, kann nicht mehr aufhören. Zumindest nicht mit dem Nachdenken über neue Motive.

Motivwahl ist reine Geschmackssache

Natürlich bedeutet es für die Person, die sich tätowieren lässt, auch sich möglichst ausgiebig Gedanken über die Motivwahl und die geeignete Stelle zu machen. Denn nicht jedes Tattoo ist ein Gutes. Klar über Motive lässt sich natürlich streiten, dass bleibt wohl einfach Geschmackssache. Aber nicht jedes Motiv eignet sich für jede Stelle am Körper. Und Tätowieren auf dem Knochen ist zum Beispiel eine etwas heiklere Angelegenheit, solange man nicht absolut schmerzunempfindlich ist. Natürlich spielt auch die Person die die Nadel führt eine große Rolle. Denn macht sie ihren Job nicht gut, trägt man ein Leben lang ein verhunztes Werk unter der Haut oder sogar gesundheitlich Schaden davon.

“Wie willst du eigentlich einen Job finden?”

Tätowiert zu sein bedeutet aber auch, sich immer wieder Fragen oder zumindest fragenden Blicken stellen zu müssen. Die absolut beliebteste Frage ist wohl die nach der Bedeutung. Und nein, nicht jedes Tattoo hat oder braucht überhaupt eine Bedeutung und schon gar nicht eine, die für jeden nachvollziehbar ist. Aus der Skeptiker Ecke hört man natürlich auch immer wieder gerne, ob das denn wirklich sein müsse und dass das ja ein Leben lang bleibe, als ob man das nicht wüsste, wenn man sich tätowieren lässt. Und überhaupt, wie findet man als tätowierte Person eigentlich einen Job? Als wäre man plötzlich gebrandmarkt als nicht vertrauenswürdig, nicht arbeitsfähig oder in irgendeiner Art und Weise nicht für einen Job geeignet. Was natürlich reiner Unsinn ist.

Anschauen ist erlaubt

Ein anderes spannendes Phänomen betrifft wohl vor allem Tattoos die immer sichtbar sind und insbesondere diejenigen, die aus Worten bestehen oder welche enthalten. Wenn das fremde Gegenüber verstohlen versucht zu entziffern, was da eigentlich steht. Und dann die kleinen Rädchen, die versuchen herausfinden, was das eigentlich heißen soll und vor allem was der oder die Tätowierte damit sagen möchte. Und das Ganze natürlich so das derjenige das nicht mitbekommt, meist vergeblich im Übrigen. Das ist aber eigentlich gar nicht schlimm, denn wenn man sie sieht, soll man sie schließlich auch sehen.

Urteilen dagegen nicht

Und zu guter Letzt kommt natürlich noch das Urteil, dass jeder über jedes Tattoo fällen muss und das oft auch einfach ungefragt ausgesprochen wird. Ist es schön? Ist es hässlich oder warum zum Teufel hast du dir dieses Tattoo stechen lassen? Aber so wie Kleidung einfach eine Stilfrage ist, so sind auch Tattoos einfach Geschmackssache. Und die wenigsten wollen hören, dass man ihr Tattoo nicht gut findet, oder das die eine Linie dicker ist als die andere oder das mehr oder weniger Farbe auf jeden Fall besser aussehen würde. Nur weil man ein Tattoo sieht, heißt das noch lange nicht, dass jeder seinen Senf dazu geben soll.

Natürlich gibt es auch Kandidaten, die mit Tattoos immer noch das alte Knasti Image verbinden und denken wer Tattoos trägt, ist in irgendeiner Form ein Assi, aber zum Glück steigt mit der Beliebtheit auch die Toleranz. Und wer immer noch der Meinung ist, Tattoos seien etwas für Verbrecher: Wenn sich trotz eurer festgefahrenen Meinung jemand in eurem Umfeld tätowieren lässt, dann steht drüber, ein Tattoo macht keinen Menschen aus, sondern das was er tut und wie er lebt und mit der Zeit gewöhnt man sich an das bisschen Farbe.

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