Poesie

Poesie ist eines der Dinge, das in der Hektik des Alltag völlig untergeht und in unserer heutigen Zeit weit weniger Bedeutung hat als früher, als es noch die großen Poeten und Dichter gab. Wir möchten dieser wunderschönen Textform wieder etwas mehr Platz geben und haben deshalb diesen Ort geschaffen, an dem wir Gedichte aller Art sammeln, zur Inspiration, zum Nachdenken, Wiederfinden oder Schmunzeln.

Je grauer der Tag,

desto grauer die Nacht.

Je grauer die Seele,

desto grausamer die Schlacht.

Je mehr das Leid,

desto größer der Schmerz,

der niemanden befreit,

der allem innewohnt.

 

Je lauter das Donnern,

desto leiser das Wimmern.

Je stärker der Zorn,

desto größer das Flimmern.

Je mehr das Leid,

desto größer der Schmerz,

der niemanden befreit,

der allem innewohnt.

 

Je schlimmer der Fluch,

desto leiser das Singen.

Je stärker die Faust,

desto kleiner das Ringen.

Je mehr das Leid,

desto größer der Schmerz,

der niemanden befreit,

der allem innewohnt,

vor allem dem Herz.

 

Sophia Meyer

Es entsteht plötzlich und unerwartet.

Du triffst einen Menschen, in dem du dich wiedererkennst,

mit dem du deine Erfahrungen teilst 

und zusammenwächst.

Ein Versprechen wird gegeben,

sich für immer zu halten.

Eure Freundschaft ist spontan, frei und vertraut.

 

Doch irgendwann trennen sich die Wege,

eine andere Stadt, eine andere Affäre ein anderes Ich.

Gespräche enden, neue Verbindungen zu anderen entstehen

und von dem, was einmal war,

bleibt nur noch ein Foto.

 

Plötzlich trefft ihr euch wieder.

Und obwohl ein fremdartiges Gefühl euch voneinander distanziert

entsteht eine neue Vertrautheit.

Manchmal gehen wir aufeinander zu,

manchmal gehen wir auseinander

und manchmal treffen wir uns wieder.

 

Für meinen Freund Hendrik, weil wir uns nicht aus den Augen verloren haben. 

 

Karla Wagner

Geräusche tönen den ganzen Tag

Laut in mein Ohr

Und verwirren mich, verwirren meine Sinne

meine Wahrnehmung ist gestört

ich kann in dem Lärm nicht denken

kann nicht sehen, was ich sehen will

kann nicht hören

die leisen Laute dieser Welt

die schöne Melodie

geht unter in dem Gebrüll

der Löwen um mich herum

die verzweifelt versuchen sich in dieser Welt zu behaupten

und die Macht über ihr Rudel zu erhalten.

 

Geräusche tönen den ganzen Tag

Laut in mein Ohr

Und bereiten mir Schmerzen

Im Kopf, im Herzen, in der Seele

Ich kann den Lärm nicht verstehen

Nicht begreifen

Warum er allgegenwärtig so viel Macht über mich hat

Warum mich alles drängt ihm zu gehorchen

Einfach zu folgen ohne zu fragen

Ohne dahinter zu sehen

Und zu verstehen was alles soll

Wie kann ich so glücklich werden?


Sophia Meyer

Vielleicht haben wir dich ja auf den Geschmack gebracht, oder du schreibst selbst einfach gerne Gedichte und möchtest sie veröffentlicht sehen, hast aber keine eigene Seite oder Plattform dafür? Dann schick uns doch deinen Text und wir fügen ihn dieser Sammlung hinzu, natürlich mit deinem Namen und auch gerne mit einem Link zu einem deiner Social Media Kanäle.